Da wir wussten, dass es am gestrigen Donnerstag noch nichts zu arbeiten gibt, haben wir uns ein bisschen im Dorf Kirua umgeschaut. Wir sind erst zum Haus von Pfr. Macha gegangen. Was heisst Haus? Anwesen trifft es besser. Dort lebt die ganze Familie in mehreren Häusern zusammen. Auch Rita Ermer und als Neuankömmlinge Familie Höcker aus Fellbach sind dort untergebracht. Und die waren noch beim Frühstück, als wir dazukamen. Kein Wunder, hatten doch auch sie den anstrengenden Nachtflug über Addis Abeba hinter sich und waren einfach noch erschöpft, besonders die beiden Kinder Mathilda und Joshua.

Aber irgendwann waren dann doch alle soweit und wir sind auf verschlungenen, naturbelassenen und von kleinen Bächen gequerten Pfaden zum Kinderkrankenhaus gewandert und haben dabei die Natur genossen.

Am Krankenhaus dann machten wir uns wieder ein Bild von den fortschreitenden Arbeiten. Aber so fünf Tage vor der Eröffung bekommt der Mitteleuropäer dann doch langsam Zweifel, ob das alles rechtzeitig zu schaffen sein wird. Pfr. Macha hat deshalb schon mal vorsorglich den Arbeitern die Absolution dafür erteilt, dass sie auch am Sonntag noch arbeiten.

Freihändiges Punktschweißen mit einer Sonnenbrille als Schutz
Über der Rampe fehlt noch das Dach

Anfangs war es noch neblig und der Kibo war den ganzen Tag in Wolken versteckt. Aber nachmittags kam bei uns zumindest dann die Sonne heraus und brannte auf uns hernieder. Die Folgen sind trotz Sonnenschutzfaktor 50 nicht zu übersehen.

Auch jetzt am Freitag morgen liegt Kirua noch im Nebel. Torsten hat sich eine Erkältung eingefangen und liegt flach. Ich werde mich daher gleich mit Eddie aus Trier auf den Weg zum Krankenhaus machen, obwohl wir überzeugt sind, dass auch heute noch nichts zu machen ist. Das, was uns als „Serverraum“ präsentiert wurde, ist noch nicht mal ein fertiger Raum, da fehlt noch eine Wand. Von dem, was wir in Deutschland unter IT-Sicherheit und -Infrfatruktur verstehen, sind wir halt über 6.000 km entfernt 😉

Keine Arbeit, dafür Neuankömmlinge

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